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citelligent 2021

citelligent 2021

Die Fachtagung gibt Städten und Gemeinden konkrete Hilfestellungen bei der Konzeption und Umsetzung von Smart City Projekten.

Ablauf / Themen

Die citelligent 2021 findet am Donnerstag 27. Mai 2021 auf Schloss Lenzburg als ganztägige Veranstaltung von 09:00 – 17:00 statt.

Vormittag
Vorstellung der Lösungen aus den Bereichen:

  • Energie / Umwelt
  • Infrastruktur
  • Bezahlsysteme
  • Gesundheitswesen
  • Gesellschaftspolitik

Zusätzlich werden wir ausgewählte Projekte vorstellten, die im Rahmen des Smart City Lab Lenzburg am 13. / 14. November 2020 entstanden sind.

Nachmittag
Vertiefung der Lösungen in Workshops. Sie haben die Möglichkeit, mit den Entwicklern zu diskutieren, die Lösungen zu hinterfragen und weiter zu entwickeln.

Eines der Ziele dabei ist, Ihre Anforderungen zu verstehen, damit die Lösungen übertragbar für andere Städte werden.

Zielpublikum

Entscheider/-innen, Fachspezialist/-innen, Projektleiter/-innen der öffentlichen Verwaltungen (Bund, Kantone, Gemeinden) sowie interessierte Personen aus Forschung, Industrie und von Zulieferern.

Teilnahme / Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 380.- (exkl. MWST). Auf der Seite Anmeldung können Sie sich für die citelligent 2021 anmelden.

Den genauen Programmablauf und die Referent/Innen werden wir in Kürze auf dieser Seite publizieren. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Themen, an denen wir momentan mit Vertretern aus Industrie und Forschung arbeiten.


Icon Energie Umwelt

Energie / Umwelt

Die Stadt Lenzburg möchte nachhaltiger und energieeffizienter werden. Umweltlasten sollen reduziert und die Zielerreichung der Strategie energieAARGAU des Kanton Aargau und der Energiestrategie 2050 des Bundes unterstützt werden.

Problemstellung

  • Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit erneuerbare und effiziente Energietechnologien und -systeme vermehrt eingesetzt werden können?
  • Wie können die bei der Aufbereitung des Abwassers entstehenden schädlichen Nebenprodukte sowie unangenehme Geruchsemissionen vermieden oder reduziert werden?
  • Wie muss das Energiesystem gestaltet werden, damit es flexibel und dynamisch auf Anfrage und Angebot reagieren kann?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, private Energieerzeuger (z.B. Photovoltaik Anlagen) in das Gesamtenergiesystem zu integrieren und welche Geschäftsmodelle können basierend darauf entwickelt werden?
  • Unter welchen Bedingungen ist der Einsatz von Power-to-Gas Systemen (chemischer Prozess zur Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder Methan) sinnvoll und wie können diese optimal eingesetzt werden?

Lösung

  • Der Handel von lokal erzeugter Energie in Echtzeit ermöglicht den Kunden Strom vom Nachbardach zu erwerben und somit den Einsatz der Solarenergie zu fördern und die energetische Eigenständigkeit der Region zu stärken. Die Untersuchung der Tarifierung und der konkreten Umsetzung wird in Lenzburg angegangen.
  • Die Entwicklung eines Businessmodells für den Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) wird vorangetrieben, um die lokal erzeugte Energie zu optimalen Konditionen anbieten zu können. 
  • Die Weiterentwicklung des Projektes «Gebäudepass», einer Plattform für die Energie- und Investitions-Optimierung für Gebäudebesitzer, welches bereits an der Fachtagung citelligent 2020 vorgestellt wurde.
  • Basierend auf Messungen mit Geruchssensoren über den Klärbecken sollen frühzeitig Massnahmen für die Geruchsminderung ergriffen werden.
  • Lachgas ist rund 300x klimaschädlicher als CO2. Es entsteht unter anderem bei der Abwasserreinigung in Kläranlagen. Die Messung des entstehenden Lachgases soll Aufschluss darüber geben, wo es entsteht und wie die entstehenden Emissionen vermieden werden können.

Icon Infrastruktur

Infrastruktur

Der Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten (z.B. Überbauungen) besteht aus den Phasen:

Planung ⇒ Bau ⇒ Inbetriebnahme ⇒ Betrieb ⇒ Rückbau

Problemstellung

Während jeder Phase besteht ein grosser Kommunikationsbedarf zwischen verschiedenen Stakeholdergruppen, z.B. Planern, Architekten, Bevölkerung, Politik, BewohnerInnen, Betreiber. Die Wissensstände und die Informationsbedürfnisse unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Stakeholdergruppen und den Phasen des Lebenszyklus.

Lösung

  • Prototypische Entwicklung von XR-Systemen (XR = Virtual Reality, Augmented Realiy, Mixed Reality) zur Visualisierung von Infrastrukturprojekten, um die Potentiale dieser Technologien für die Kommunikation aufzuzeigen
  • Der Nutzen einer zentralen Datenplattform, über welche die Systeme BIM und GIS standardisiert und automatisiert Daten beziehen können, wird aufgezeigt

Icon Bezahlsysteme

Bezahlsysteme

Ein zentraler Faktor bei dem in der Fachreihe citelligent 2020 entworfenen Lösungskonzept «Bezahlsystem» und der damit angestrebten Digitalisierung der Finanzprozesse ist die bargeldlose Bezahlung.

Problemstellung

Es existieren bereits viele bargeldlose Zahlmöglichkeiten. Bei all diesen Systemen ist die Selbstbestimmung der Nutzer*innen über die eigenen Daten und deren Verwendung nicht annähernd gewährleistet. Die meisten der in der Schweiz angebotenen Produkte gehören ausländischen Unternehmen.

Auch bei vermeintlich schweizerischen Lösungen sind ausländische Unternehmen mitbeteiligt und die Produkte und der entsprechende Datenverkehr sind den jeweiligen Regularien unterworfen.

Die Preise für die Produkte erodierten in den letzten Jahren, die Erträge decken die Aufwände nicht mehr. Die Erträge müssen mit Zusatzdienstleistungen (z.B. Werbung, Verkauf von Daten) erwirtschaftet werden.

Lösung

Mit der Entwicklung eines neuen Ansatzes erhalten die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz eine Lösung, die die Selbstbestimmung der Nutzer*innen über die ihre eigenen Daten gewährleistet. Durch die Nutzung der Ergebnisse des openbankingproject und neuer organisatorischer Strukturen und Verrechnungsmodelle wird die Lösung preislich attraktiver sein, als aktuell existierende Produkte.


Icon Gesundheitswesen

Gesundheitswesen

Die Schweiz hat ein gut funktionierendes, föderalistisch geprägtes Gesundheitswesen, das einen wichtigen Beitrag zum hohen Lebensstandard der Bevölkerung und der hohen Lebensqualität im Land leistet. Das Gesundheitswesen ist ein über Jahrzehnte gewachsenes, komplexes, in sich verwobenes System und ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Problemstellung

Problematisch sind die jährlichen Kostensteigerungen, die Tendenz in Richtung Zweiklassengesellschaft und eine schleichende Entmenschlichung, verbunden mit fehlenden Möglichkeiten, steuernd eingreifen zu können. 

Die Problemstellungen sind mehrfach aufgearbeitet und Lösungsansätze formuliert, der Handlungsbedarf und die Konsequenzen des Nichthandelns sind bekannt. Dennoch blieben die Versuche, die Problemstellungen in den Griff zu bekommen, bisher erfolglos.

Lösung

Durch die Nutzung bestehender Technologien wird mittels neuer Ansätze und Denkmuster die Transparenz im Gesundheitswesen erhöht. Eine HealthCare Toolbox ermöglicht die Entflechtung und führt zu schlankeren Prozessen.

Der Mensch rückt ins Zentrum und die Selbstbestimmung aller Prozessbeteiligten wird gestärkt, der Kostenanstieg wird gestoppt, mittel- bis langfristig werden die Kosten sinken.


Icon Gesellschaftspolitik

Gesellschaftspolitik

Problemstellung

Die freie Meinungsäusserung für alle in der Schweiz wohnhaften Personen ist nicht ohne weiteres möglich oder wird nicht wahrgenommen. Die Statistiken sind verzerrt.

Es fehlen wertneutrale, für alle in der Schweiz angemeldeten Personen zugängliche Prozesse und Plattformen, welche die freie Meinung neutral aufnehmen und statistisch verarbeiten.

Lösung

Mit einem neuen Lösungsansatz werden Meinungen zu ausgewählten ethischen und gesellschaftspolitischen Themen erhoben und für alle interessierten Personen / Organisationen als statistisches Grundlagenmaterial frei zur Verfügung gestellt.

Alle Personen in der Schweiz haben die Möglichkeit, ihre Meinung zu äussern und gehört zu werden. Die Meinungen werden dort abgeholt, wo diskutiert wird – am Stammtisch, in der Familie, im Sportklub …

Dabei geht es um das Einholen von Meinungen und nicht um Meinungsbildung. Es gibt kein Richtig oder Falsch, die Meinungen werden gesammelt und aufbereitet. Der Prozess der Sammlung und Aufbereitung ist transparent und kann jederzeit und von Jedefrau / Jedermann eingesehen werden.


Icon Gesellschaftspolitik

Smart City Monitoring

Eine Smart City­ Rahmenstrategie dient dazu, die verschiedenen Tätigkeitsbereiche einer Stadt zu koordinieren und auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Der Weg zu diesem Ziel ist mit Fortschritten, aber auch mit Abweichungen vom Zielpfad verbunden. Beides lässt sich messen und mit einem Monitoring­System aufzeigen.

Problemstellung

Wichtig für den Erfolg eines jeden Projektes ist, die Zielerreichung prüfen und den Weg dorthin steuern zu können. Dies gilt insbesondere im komplexen und dynamischen Umfeld der Smart City, wo viele unterschiedliche und miteinander wechselwirkende Faktoren berücksichtigt werden müssen. Ansprüche der Bevölkerung, der Stadtverwaltung ebenso wie die des lokalen Gewerbes müssen in die Bewertung und Steuerung eingehen, damit eine nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen erreicht werden kann. Bestehende nationale Indikatoren haben ihre Aussagekraft, bilden die lokale Situation einer Smart City aber nur ungenügend ab.

Lösung

Voraussetzung des Monitoring-Systems ist die Definition von geeigneten Indikatoren für die kommunalen Zielbereiche, welche erhoben und ausgewertet werden. Dies bildet die Grundlage für die Steuerung der Entwicklungsprozesse in einem online­gestützten kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Die Gemeindeentwicklung wird somit als KVP verstanden, der systematisch auf das Ziel der smarten Stadt ausgerichtet wird.

Indikatoren lassen sich beispielsweise von folgenden Daten ableiten: durchschnittliche Haushaltsgrösse, Leerwohnungsziffer, Sozialhilfequote, Anzahl Personenwagen je 1000 Einwohner, das Verhältnis zwischen öV- und MIV-PendlerInnen, der Wasserverbrauch der Einwohner oder die Arbeitslosenquote.

Die «ARGE kommunales Monitoring» unterstützt Gemeinden und Städte bei der Definition ihrer spezifischen Smart City Indikatoren (Auswahl aussagekräftiger Indikatoren), bei der Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, der Implementierung dieses Monitoring-Systems in die städtischen Arbeitsprozesse und IT-Umgebungen sowie bei der Visualisierung der Ergebnisse für eine schnelle und einfache Standortbestimmung.

Das Smart City Monitoring ermöglicht die schrittweise Transformation Schweizer Städte und Gemeinden in Richtung Smart City. Hintergründe des Projektes und weiterführende Informationen sind im Blog SociteyByte der Berner Fachhochschule zu finden.